"Heimlifeiss"
Dieses eigentümlich berndeutsche Wort ist mir vor einiger Zeit begegnet und bringt gut zur Geltung, wie einfallsreich und eigenartig die hiesige Sprache ist.
Dorette Fischer hat mir eine schöne Beschreibung dafür geschickt, die ich diesem Blog nicht vorenthalten will:
Es drückt sowohl Negatives wie Positives in einem aus und sagt nicht abschliessend, welches überwiegt.
Das Wort und das Gefühl, dass damit ausgedrückt wird, ist interessant im Zusammenhang mit dem frühkindlichen Egoismus, dem wir heute in der Veranstaltung begegnet sind. Kleine Kinder haben in der Untersuchung gesagt, dass man sich gut fühlen kann, auch wenn man eine moralische Regel übertreten hat, und zwar deshalb, weil man bekommen hat, was man wollte. Piaget hat in seinen Untersuchungen auch gefunden, dass Kinder Lügen schlimmer empfanden, wenn die Chance
besteht, dass man dabei entdeckt wird. Also auch da, wenn man bekommt, was man wollte, ohne dass das zu Sanktionen führt, ist es ok.
Heimlifeiss (es gibt natürlich keine strikte Regel für berndeutsche Schreibweise, aber ich würde es so schreiben) beinhaltet heimlich und feiss oder fett. Oder anders ausgedrückt, man hat heimlich für sein eigenes Wohl gesorgt. Man kann
die Geschicklichkeit und Klugheit, für sich selbst zu sorgen bewundern und gleichzeitig das Heimliche oder Egoistische daran verurteilen.
Diese Ambivalenz, die wir als Erwachsene dem gegenüber haben, ist interessant auch im Zusammenhang mit den zwei, scheinbar entgegengesetzten Menschenbildern beziehungsorientiert/fürsorglich und autonom/egoistisch. Scheinbar ist keines von beiden nur negativ bzw. nur positiv. Oder anders ausgedrückt, wie soll man lernen fürsorglich andern gegnüber zu sein, ohne "egoistisch" für sich selbst sorgen zu können? Und wie sollen wir für unser eigenes Wohl sorgen können, wenn niemand bereit ist zu geben, sondern bloss für sich nimmt?
Dorette Fischer hat mir eine schöne Beschreibung dafür geschickt, die ich diesem Blog nicht vorenthalten will:
Es drückt sowohl Negatives wie Positives in einem aus und sagt nicht abschliessend, welches überwiegt.
Das Wort und das Gefühl, dass damit ausgedrückt wird, ist interessant im Zusammenhang mit dem frühkindlichen Egoismus, dem wir heute in der Veranstaltung begegnet sind. Kleine Kinder haben in der Untersuchung gesagt, dass man sich gut fühlen kann, auch wenn man eine moralische Regel übertreten hat, und zwar deshalb, weil man bekommen hat, was man wollte. Piaget hat in seinen Untersuchungen auch gefunden, dass Kinder Lügen schlimmer empfanden, wenn die Chance
besteht, dass man dabei entdeckt wird. Also auch da, wenn man bekommt, was man wollte, ohne dass das zu Sanktionen führt, ist es ok.
Heimlifeiss (es gibt natürlich keine strikte Regel für berndeutsche Schreibweise, aber ich würde es so schreiben) beinhaltet heimlich und feiss oder fett. Oder anders ausgedrückt, man hat heimlich für sein eigenes Wohl gesorgt. Man kann
die Geschicklichkeit und Klugheit, für sich selbst zu sorgen bewundern und gleichzeitig das Heimliche oder Egoistische daran verurteilen.
Diese Ambivalenz, die wir als Erwachsene dem gegenüber haben, ist interessant auch im Zusammenhang mit den zwei, scheinbar entgegengesetzten Menschenbildern beziehungsorientiert/fürsorglich und autonom/egoistisch. Scheinbar ist keines von beiden nur negativ bzw. nur positiv. Oder anders ausgedrückt, wie soll man lernen fürsorglich andern gegnüber zu sein, ohne "egoistisch" für sich selbst sorgen zu können? Und wie sollen wir für unser eigenes Wohl sorgen können, wenn niemand bereit ist zu geben, sondern bloss für sich nimmt?

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