Aberdeen Man Lost on Sea; der ICE ist der Fremde.
Ende April gab es einen Unfall ebim Bahnhof Thun, zwei Züge kollidierten, ein Lokalpersonenzug, ein deutscher ICE, niemand wurde ernstlich verletzt, die Schuldfrage schnell geklärt: der Regionalzug war in den ICE hineingefahren. Trotzdem hält sich in den örtlichen MEdien die Überzeugung, es sei der ICE gewesen, der eigentlich schuld war. Im Bund, der Berner Zeitung, steht heute zu lesen, dass die beiden Waggons auf der Strasse nach Nürnberg zurücktransportiert werden. Keine Erwähnung der Tatsache, das NICHT der ICE schuld war am Zusammenstoss, vielmehr steht das organisatorische Problem des Rücktransports im Mittelpunkt. Kleine grammatische Feinheiten machen auch in der überregionalen NZZ klar, dass von den involvierten Zügen der deutsche der ausländische Zug ist.
Bei einem Luhmann-Vortrag (dem einzigen, den ich gehört habe), kam einmal ein Beispiel für geleitetes Interesse beim Auswerten von Nachrichten vor: Aberdeen Man Lost on Sea, titelte eine schottische Tageszeitung über den Untergang der Titanic.
Bei einem Luhmann-Vortrag (dem einzigen, den ich gehört habe), kam einmal ein Beispiel für geleitetes Interesse beim Auswerten von Nachrichten vor: Aberdeen Man Lost on Sea, titelte eine schottische Tageszeitung über den Untergang der Titanic.

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