Monday, December 19, 2005

Die Schneekoenigin

Nach dem Baden packte ich die Maedchen gestern vor den heissen Kaminofen und drehte den Fernseher in ihre Richtung. Wir sahen die Schneekoenigin in der Verfilmung von Jewgeni Schwarz, nur 2 Jahre juenger als ich, von 1966.
Andersen selbst tritt auf, die zusaetzliche Figur des Eishaendlers, Mittelsmann der Schneekoenigin und Kapitalist, ird eingefuehrt, mit Zuegen des utilitaristischen Lehrers aus Dickens Hard Times, zaehlt immer alles nach a b c auf, Sachlichkeit als Herzlosigkeit. Der Dichter ist auf der Seite der Kinder, der Guten, der Fantasievollen. Die Guten, Gefuehlvollen sind arm und besitzen ihre Imagination, die die Hauptwaffe gegen den Kapitalismus darstellt. Der Raeuberhauptmann ist eine Frau. Die Kulisse, das Licht setzen den Expressionismus fort: hell-dunkel, gemalte Schatten, bizarre Elemente.

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