Thursday, March 30, 2006

Umberto Eco auf Drogen

Dieses Bonmot eines Journalisten ueber Dan Brown ist sehr treffend. Habe vor einigen Tagen Angels and Demons gelesen, leichtsinnigerweise, statt zu schlafen, bis morgens um 2, konnte aber nicht aufhoeren, weil die Geschichte mich nicht liess. Dabei ist das Buch unglaublich einfach gestrickt und genauso wie der Da Vinci Code: Langdon, der Harrison Ford in Harris Tweed, steht mit attraktiver Frau vor Kulturguetern, sie raetseln, dann Action, dann raetseln, dann Action, wobei selbst der gemeinste Killer von diesem Ausnahmewissenschaftler zur Strecke gebracht wird, dabei werden verschiedenste Klatschgeschichten vom Harvardcampus aufgearbeitet. Die auftauchenden Charaktere sind nie, was sie scheinen, wie interpretierte Symbole zeigen sie immer erst ihre wahre Bedeutung, wenn eine Geschichte aus ihrer Kindheit preisgegeben wird.

Wenn ich es mir so ueberlege, ist es extrem unwahrscheinlich, dass ich diesen Roman an einem Abend verschlungen habe. Muss am Thema liegen, an der Weise, wie der Autor es schafft, interessante Technologien und historische Inhalte zu veranschaulichen. Ach ja. Mit dem Gral ist es ja aehnlich: die Autoren anderer Buecher sollten froh sein, dass jemand sie zusammenfasst, und nicht prozessieren.

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