Sunday, April 30, 2006

Kreise, vielleicht auch Kugeln




Habe angefangen, Bilder für den Film zu sammeln. Ausflüge nach Beatenberg, an den Thuner See, auf den Gurten. Gestern Stadtspaziergang mit Joseph, dann Beckmann gegen Paul Klee: Sieg nach Punkten für Max Beckmann (Farbe, Wucht, Intensität), Gleichstand allerdings im Geltenlassen von Träumen. Spaeter Alpkäse und Kaminholz. Nach gestrigem Nebel heute Sonne, die Mädchen fahren Scooter, klettern, trinken Apfelsaft. Lassen Bälle rollen in dieser verrückten Maschine, die Eltern und Kinder gleichermassen und völlig zu recht begeistert.



Friday, April 28, 2006

Wieder im Schatten des Fallturms

www.uni-bremen.de
Als ich das grüne platte Land und den endlosen Himmel wiedersah, wurde mir doch mulmig...
Ein bischen bleibt immer von Dir da, wenn Du gehst. Und ein bischen plattes Land und endlosen Himmel nehme ich immer mit. Das ist eine Plattitüde, aber in diesem Fall sehr angemessen.
Den Nachtzug habe ich dank meiner Simon and Garfunkel CD überstanden.
Unterwegs sein tut gut. Die Vorbereitung des Blockseminars war ok, einige aus dem letzten Jahr sind wieder dabei, alle Themen sind verteilt. Meine Beispiele aus der Popmusik werden elaborierter. Plane jetzt, ein drittes aus I am a rock dazuzunehmen, über das Vergessen von Angewiesenheit auf andere, später bei der Care-Ethik.
Josefine beim telefonischen GutenMorgenSagen: Dein Mond ist aufgeblüht, zwei, und die Bäume welche Äpfel, auch. Habe die beiden noch kurz gesehen, als ich nach Hause kam, freu mich schon auf sie, wir wollen später Holztiere aussuchen gehen.

Wednesday, April 26, 2006

Kurzes Lebenszeichen

Es ist Frühling. Ich habe ein erhebendes Chorsingerlebnis gehabt. Ich hatte üble Migräne. Ostern ist überstanden. Habe wieder Energie und beginne, an Practicing Perfection zu arbeiten. Denke über Heinrich Heine nach. Über Aristoteles. Schreibe. Fahre morgen zum Unterrichten nach Bremen. Wie immer vorm Wegfahren mache ich eine Endabrechnung und räume alles auf. Korrigiere alle Seminararbeiten vom letzten Semester. Putze das Bad. Schlafe schlecht. Vor dem Balkon blüht bald ein Apfelbaum. Die Maedchen sind glücklich, dass ihre Spielkameraden zurück sind. Gemeinsam haben sie einen Schneckengarten angelegt, den sie sehr liebevoll pflegen.
Der kleine Laden am Caecilienplatz macht nun zu. Die Besitzer fangen ein neues Leben in der Karibik an, gehen aber ungern und schimpfen, wie das Quartier sich verändert habe.

Sunday, April 16, 2006

Ostern im Zoo



Keine Angst vor grossen Tieren.

Saturday, April 15, 2006

Ostern




Die Begeisterung der Mädchen für österliches Brauchtum ist ungebrochen. Wie in jedem Jahr lassen wir uns davon anstecken. Nach wie vor ist unentschieden, ob es den Osterhasen gibt oder nicht. Wahrscheinlich ist es auch egal, allein die Diskussionen über seine Existenz sind lohnenswert.

Wednesday, April 12, 2006

Kantonaler Regen



Vor dem Bundeshaus sprudeln Fontainen, so viele wie Schweizer Kantone, in unvorhersehbarer Heftigkeit und Häufigkeit, aus Düsen im Boden. Für die Kinder ein unendlicher Spass, im Sommer in Badezeug, im Frühling auch mal einfach so und dann schnell nach Hause zum Umziehen.

Friday, April 07, 2006

Schlemmen statt putzen



Sonnenschein. Letzter Tag vor den Osterferien. Wir kaufen Toertchen. Beim Josefine abholen komme ich dazu, wie Charlotte, beide Haende in die Seiten gestemmt, zwei Jungen ihres Alters zuruft: zu zweit, noch dazu aelter, schaemt ihr euch nicht?

Spielplatz. Zuhause Tee und Toertchen (siehe oben). Und das uebliche Wochen-End-Chaos. Irgendwann muss der Legoturm verschwinden. Oder die Barbiekiste. Oder der Holzbauernhof. Charlottes Vorschlag: dorthin stellen, wo schon gesaugt ist.

Thursday, April 06, 2006

Eis in Italien

Teegesellschaft, Schwedenbuecher



Habe ich schon erwaehnt, dass wir gestern Kalle Blomquist, Meisterdetektiv zu Ende gelesen haben? Der Charme der 50er, als Verfolgungsjagden noch bei 120 kmh (allerhoechstens) endeten (hat mal jemand die Beschleunigung der Gesellschaft in Kinderbuechern untersucht?) und das wirklich Boese in den einzelnen, gluecklicherweise seltenen, Menschen lag und nicht aus dem All kam? Kim Novak badete nie im See von Genezareth von Hakan Nesser spielt auch im sonnigen Schweden der Vor-Beschleunigungszeit, das habe ich vor 3 Wochen gelesen. Da ist allerdings das Boese in uns und nicht in den Subjekten aus Stockholm. Ist das der Unterschied zwischen Erwachsenen- und Kinderbuechern?

Der grosse Legoturm

Der Schlaf einer guten Nacht

A good night´s sleep, der Schlaf einer guten Nacht, nicht etwa der gute Schlaf, nein, es ist die Nacht, die gibt: mir gab die gute Nacht die Interpretationslinie von Aristotelesstellen fuer das zweite Kapitel. Wachte auf, trank Tee, machte die Maedchen fertig, brachte Charlotte zum Kindergarten, ging nach Hause und schrieb es auf. Da. Danke Nacht. Danke Schlaf.

Das zweite Kapitel heisst jetzt Angewiesenheit und Autonomie. Die Zerbrechlichkeitsthese stelle ich voran. Die Aristotelesstellen fangen mit De Anima A 1 bis 3 an, dann Metaphysik Z 7 und 8, dann Physik B 2 bis 4, dann das Beispiel fuer Spontanentstehung aus der Biologie.

Die sieben Momente des Zufalls (5 Aristoteles, 1 Leibniz, 1 Hegel) schliessen sich an und bieten das systematische Material fuer die folgenden Kapitel: die Beschreibung der unterschiedlichen Umgangsweisen mit Zufall und Kontingenz.

Natuerlich ist es noch zu frueh fuer abschliessende Feststellungen, aber ich habe das Gefuehl, dass es sich allmaehlich reimt und fuegt.

Wednesday, April 05, 2006

Fiktionen, Termine

Der falsche Prinz, tschechischer Maerchenfilm von 1956: tschechische Vorstellung von arabischer Maerchenwelt, in Ostberlin synchronisert. Bunter Basar als Ballsaal des gluecklichen Proletariats. Kluge, natuerliche Frau, eingebildeter Schneidergesell.

Termine: das Gute an ihnen ist, dass wir auf sie hinleben und sie irgendwann wieder vorbeit sind.

Tuesday, April 04, 2006

Die Macht des Details



Zweite Semesterwoche, schon ruhiger. Schreibe am 2. Kapitel. Gestern mit den Maedchen Tontoepfe und Balkonblumen gekauft. Charlotte hatte Kummer, sie war nicht unter Alix' Geburtstagsgaesten. Beim Aussuchen der Blumen und beim Pflanzen war sie sehr froehlich. Josefine spricht viel von Bremen, behauptet, ihr Geburtstagskuchen sei dort groesser gewesen. Wir vermissen den eigenen Garten.

Letzte Woche bin ich dem Gates Hoax aufgesessen. Die Details ueber reichgewordene Tanten und die Angabe genauer Summen machten die Sache so glaubwuerdig. Das Internet ist eine komische Gemeinde von Unbekannten.

Finde es schwierig, mit dem neuen Film anzufangen. Es war viel leichter in Amerika. Liegt es an der Sprache? Ist es einfacher in der Fremde?

Letzten Freitag wurde Under the Earth Under the Skin im IZFG Colloquium gezeigt.