Friday, September 22, 2006

Modi und Gieler

Das sind die berndeutschen Ausdrücke für freche Mädchen und Jungen. Der Singular von Gieler ist Giu. Oder besser Giju. Das Verb gehen wird auf ö konjugiert.
Einige Menschen sprechen jetzt ohne zu fragen Berndeutsch mit mir und ich fühle mich quasi geadelt.

Josefine badet

Charlotte badet

Fauler Kater



Finnigan liegt morgens, wenn Charlotte aufwacht, meistens auf dem roten Sofa und schläft. Bei Charlottes mitunter heftigen Heimweh-Attacken ist er der beste Tröster.

Saturday, September 16, 2006

Ein Jahr.

Ein verlorenes Jahr, ein geschenktes Jahr und ein Jahr Bern und ich. Macht drei Jahre oder eben ein sehr intensives.
Verloren ist das Jahr, weil ich ohne Vertrautheit nicht arbeiten kann, ein Jahr dauert es, wieder das Ginzburgsche Strumpfgefühl zu haben. Dann hast Du alles schon einmal gesehen: die Blüten, den Schnee, den Nabu.
Gewonnen ist das Jahr, weil so viel Neues und Schoenes in unser Leben gekommen ist: Freunde, Aufgaben, Landschaften und Nachbarschaften.
Bern und ich: die Sprache schafft mich. Ich kapituliere vor ihr, bin dankbar auch für brockenhaftes Verstehen. Bin zurückgeworfen auf meine eigene radikale Dialektlosigkeit. Die deutsche Hochsprache meine persönliche Zitadelle und der Rest Staunen.

Friday, September 15, 2006

Perfekt

Josefine hat heute morgen ihre erste echte Vergangenheitsform von essen gebildet: ass sagte sie, als sie eine Geschichte erzählte.

Tuesday, September 12, 2006

Des Kaisers neue Kleider

Re-Sozialisierung des Märchenfilms aus dem Geiste des aufgeklärten West-Berlins. Das Establishment ist böse, geldgeil und eitel. Die Armen sind gut und vernünftig und am Ende haben sie recht und gewinnen. Moral: Eitelkeit ist verzeihbar, weil menschlich (Harald Juhnke!), Gier und Grausamkeit sind es nicht.

Die Algebra der Bahnen

Die Unendlichkeit des Freibads. An einem blauen Sommertag. Im Regen. Es gibt 25m-Becken und 50m-Becken. Und Seen und Flüsse und das Meer, an die wir denken können, wenn wir Bahnen ziehen. Die Becken kommen mit und ohne Dach. Das Wasser ist meistens besser, wenn sie ohne Dach kommen. In Köniz riecht es nach Kühen, denn neben dem Bad ist eine Weide. Weiter oben sieht man den Gurten, oberhalb der Liegewiese fährt die saubere Bahn. Anfang des Sommers hatte ich noch Panik, die Mädchen im Getümmel zu verlieren, jetzt können sie schwimmen und das Bad hat geschlossen.

Niesen mit Trampolin



Montag nachmittag, als die Wolken sich verzogen.

Nachgetragene Zuckertüten



Wir sind jetzt in der vierten Schul- bzw. Kindergartenwoche und die beiden schlagen sich wacker. Zuckertüten sind nicht üblich hier, und so stehen die beiden zuhause vorm Bücherregal.