Friday, December 30, 2005

Happy New Year!






Mit diesen froehlichen Gestalten verabschieden wir uns von 2005.

Heiligabend



Vorsichtig wird die Federboa umgelegt. (Josefines befindet sich bereits in einem Zustand der ernsthaften Aufloesung.)



Vorlesen ist gut, Weihnachtsplaetzchen sind gut, Verkleiden und Anmalen sind besonders gut.



Anmalen lassen sich auch Erwachsene.

Auffuehrungen



Josefine als Sonne im Weihnachtsstueck ihrer Kita.



Charlotte inmitten ihrer goldbekraenzten Kindergartengruppe in der Friedenskirche - etwas nervoes vor dem Auftritt als Engelschor.

Zwischen den Jahren, Zwischenbericht



Weihnachten ist also ueberstanden, Verkleidungskiste und Schminkset fuer die Maedchen, Chronicles of Narnia fuer alle, gutes Essen, massenhaft Kekse und Schokolade und neue Steine fuer die Murmelbahn. Eine Jahreskarte fuer den Zoo. Und als Dreingabe einfach so mit Papa in die Stadt und jede noch eine Cinderella-Barbie. Ich schreibe und putze. Beides befriedigt auf seine Weise. Der Kater schenkte uns etwas Besonderes: er kommt jetzt seine Leiter hinauf. Klimmt ein und aus und fuehlt sich wohl und stolz dabei.

Tuesday, December 20, 2005

Nachtrag aus der Backstube


Zimtsterne und Zitronenherzen sind DIE Klassiker, das wissen auch schon Charlotte und Josefine und bearbeiteten mich so lange, bis sie gebacken waren.

Monday, December 19, 2005

Ein keltischer Ort

Wir leben zwar in einem Neubau, der Ort ist jedoch ein altbesiedelter. Die Kelten hatten ihn sich ausgesucht, vom Huegel, auf dem jetzt die Kirche steht, geht der Blick auf Berge in jede Richtung: Gurten, Alpen, Jura. Um die Ecke gibt es eine Balderstrasse und der Nahe Nachbarhuegel, Hubel heissen die hier, steht voller Buchen.

Die Schneekoenigin

Nach dem Baden packte ich die Maedchen gestern vor den heissen Kaminofen und drehte den Fernseher in ihre Richtung. Wir sahen die Schneekoenigin in der Verfilmung von Jewgeni Schwarz, nur 2 Jahre juenger als ich, von 1966.
Andersen selbst tritt auf, die zusaetzliche Figur des Eishaendlers, Mittelsmann der Schneekoenigin und Kapitalist, ird eingefuehrt, mit Zuegen des utilitaristischen Lehrers aus Dickens Hard Times, zaehlt immer alles nach a b c auf, Sachlichkeit als Herzlosigkeit. Der Dichter ist auf der Seite der Kinder, der Guten, der Fantasievollen. Die Guten, Gefuehlvollen sind arm und besitzen ihre Imagination, die die Hauptwaffe gegen den Kapitalismus darstellt. Der Raeuberhauptmann ist eine Frau. Die Kulisse, das Licht setzen den Expressionismus fort: hell-dunkel, gemalte Schatten, bizarre Elemente.

Aaah, distraction!

Montag morgen und alles scheint moeglich.
Lukas hat Bill Brysons Short History of Everything mitgebracht, ein Buch ueber vorderasiatische Kunst und einen Bericht dre British Academy. In der NZZ eine Kritik uber mein Lieblingsstueck Minna von Barnhelm. Bankgeschaefte. Die Kalender fuer die Grosseltern. Frischer Tee. Balkon fegen (Waesche ist schon in der Maschine). Werde stark sein und gleich mit der Arbeit anfangen, bevor ich schon wieder Charlotte abholen und bekochen muss.
Zuvor sei gesagt, dass ich das Wochenende ueberstanden habe, ohne Lukas und mit vielen Terminen: Josefines Kita-Auffuehrung, Weihnachtsgeschichte in der Schulbibliothek vorlesen (Charlotte: das ist soo peinlich, dabei ist sie erst 6), Samstag Chorprobe und Kinder bei Mechthild, abends Putzen, Sonntagmorgen Backen, Baden, Fernsehen, Probe und Auffuehrung Cesar Franck, Messe in A und Regerlieder.

Sunday, December 11, 2005

Aus unserer Backstube



Die Weihnachtsvorbereitungen nehmen Gestalt und Geruch an. Die meisten zur Verzierung gedachten Smarties, Schoko- und Zuckerstreusel landeten allerdings im Bauch der Verziererinnen. Zum ersten Mal kam das Ausstechset Krippe zum Einsatz, besonders beliebt bei den Maedchen: Baby Jesus (Mitte), Palme (nicht im Bild) und Stern (oben).

Tuesday, December 06, 2005

Sonnenschein



Eine froehliche Prinzessin von Josefine ...



... und Charlottes Portraet der Dichtermaus Frederick.

Cat Boy on the Go



Runter kommt Finnigan wirklich gut, mit dem Heimkommen hat er es nicht so sehr. Gestern abend lauerte Lukas ihm auf und brachte ihn schliesslich heim. Beide waren schlammbedeckt. Es ist ein neues Gefuehl, so vor dem Haus zu stehen, lieblich Locklaute auszustossen und so gar nicht beachtet zu werden. Wenigstens nicht von Finnigan, alle, aber auch alle anderen Katzen des Blocks kommen sofort.

Sonntag bei Barry



Sonntag waren wir im Museum, Naturkunde, dort sind wir diesem stattlichen Bernhardiner begegnet. Sein Name ist Barry und als er vor vielen, vielen Jahrn noch lebte, da rettete er vielen, vielen Menschen das Leben, die im Schnee verloren gegangen waren. Zum Dank dafuer hat man ihn ausgestopft und ins Museum gestellt.
Als ich Charlotte beim Einschlafen fragte, was ihr tagsueber am besten gefallen habe, so sagte sie ohne Zoegern: Museum! und das ist glaube ich die beste Charakterisierung.
Die Mischung aus Dioramen, anfassen duerfen, entdecken wollen, systematischer und historischer Darstellung wird uns bestimmt noch oft in die Bernastrasse locken. Und der ordentliche Capucchino fuer 3 Franken auch. Besonders erwaehnenswert sind die praehistorischen Pfeilschwaenze, die in ihrem Beduerfnis, sich in der Aquarienecke zu verkriechen doch denken lassen, dass die Sinneswahrnehmung ein paar tausend Jahre brauchte, um sich zu entwickeln. Und im Keller die Kristalle. Offenbar liegt Bern in einem CO3-Gebiet, innen haben hier alle Leitungen einen Kristallmantel.

Friday, December 02, 2005

Finnigan ist unterwegs

Und wir sind nervoes. Natuerlich auch stolz, dass er die Katzenleiter nun benutzt- allerdings erst rauswaerts und noch nicht reinwaerts. Er it wie hypnotisiert vom Draussensein, gestern musste ich ihn zweimal einsammeln. Wieder drinnen schlief und schmuste er dann ganz gluecklich und offenbar froh, ein Heim zu haben. Im Moment ist er auch draussen und ich hoffe, ihn gleich zu finden...

Thursday, December 01, 2005

Der alte Strumpf

Eingelebt. Drei Monate, ein Vierteljahr und man kann glaube ich sagen, wir sind eingelebt. Ein eigentuemliches Wort: einleben. Leben tun wir doch von alleine, und wo leben wir uns hinein? Natalia Ginzburg beschreibt die Qualitaet einer Wohnung, in der wir lange leben, als die eines alten Strumpfes: ohne nachzudenken schluepfen wir hinein und werden warm. Ich finde nachts ohne Licht zu machen und ohne die Brille aufzusetzen ins Badezimmer und zurueck ins Bett. Dieses Gefuehl stellt sich allmaehlich ein und das ist gut.
Josefine spielt beim Kita-Stueck mit. Sie ist die Sonne und alle sagen: was soll sie auch sonst sein? Zuhause spielt sie uns die beiden Schluesselszenen ihrer Rolle vor: Schein! Schein! (breitet die Arme aus), (senkt die Arme) jetzt nicht mehr,